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Phantom Shares – Eine Chance im Kampf um Talente

Humankapital ist der entscheidende Faktor für langfristigen Erfolg! Dies gilt sowohl für Start-ups als auch für etablierte Unternehmen.

Die größte Herausforderung ist es, falls gute Mitarbeiter für das Unternehmen gefunden wurden, diese auch im Unternehmen zu halten bzw. längerfristig ans Unternehmen zu binden. Vor allem im IT Bereich ist dies eine sehr schwierige Aufgabe geworden, da gute und erfahrene Developer sehr begehrt sind und sich den Job mehr oder weniger aussuchen können.

Vor allem Start-ups benötigen hier eine Strategie und Anreizmöglichkeit, um guten Mitarbeitern eine Alternative zu Jobsicherheit und hohen Gehältern, welche sie bei anderen Unternehmen erhalten würden, zu bieten. Eine Möglichkeit, die ich Ihnen nachfolgend vorstellen möchte, ist die Einführung eines Mitarbeiterbeteiligungsprogrammes (ESOP – Employee Stock Ownership Plan).

Hier gibt es unterschiedliche Arten der Ausgestaltung solcher Programme. Eine in der Praxis beliebte, aber dennoch in der Umsetzung sehr aufwendige und mit einigen rechtlichen und finanziellen Nachteilen verbundene Form, ist die Ausgabe bzw. Gewährung von realen Geschäftsanteilen oder Optionen auf Anteile an Mitarbeiter.

Eine wesentlich einfachere und daher auch zu empfehlende Möglichkeit, ist die Gewährung von virtuellen Geschäftsanteilen (sog. „Phantom Shares“). Hierbei handelt es sich um eine vertragliche Vereinbarung zwischen dem Unternehmen und dem Mitarbeiter, mit welcher ein Mitarbeiter vermögensmäßig so gestellt werden soll, als hätte er reale Geschäftsanteile erworben.

Mit diesem Konstrukt, kann somit ein Mitarbeiter sowohl am Unternehmenserfolg, als auch bei einem möglichen EXIT beteiligt werden. Darüber hinaus, stehen dem Mitarbeiter jedoch keine üblichen Rechte eines Gesellschafters zu (z.B. Stimmrecht, etc.), wodurch die Stellung der übrigen Gesellschafter grundsätzlich nicht beeinflusst wird.

Da es sich, wie oben erwähnt, um eine vertragliche Vereinbarung zwischen Unternehmen und Mitarbeiter handelt, ist für die Einführung eines solchen Mitarbeiterbeteiligungsmodelles keine Änderung des Gesellschaftsvertrages und damit auch kein Notar nötig. Ein weiterer Vorteil der virtuellen Anteile gegenüber anderen Formen ist die Besteuerung. Diese erfolgt nämlich im Gegensatz zu anderen Formen erst bei Liquiditätszufluss an die Mitarbeiter und nicht bereits bei der Gewährung der Anteile.

Falls Sie mehr über Mitarbeiterbeteiligungsprogramme erfahren möchten, lassen Sie es mich bitte wissen.

Mit besten Grüßen,
David Moser
www.ben4b.at